Mehr Bewegung in der Schule!
ARS veranstaltet Pädagogischen Tag, um die Schule noch mehr in Bewegung zu bringen
Wer Schule kennt weiß, dass es nicht leicht ist, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Und Bewegung heißt nicht für alle dasselbe. Am 24.06. war es soweit: Das Vorbereitungsteam hatte alle Interessen der Lehrkräfte gebündelt und in Workshop-Angebote umgewandelt.
Um 8.00 Uhr ging es los. Ein Impulsvortrag gab Informationen über das Bewegungsverhalten in der Bevölkerung und in der Schule, gleich im Anschluss konnten die Lehrkräfte ihrem Bewegungsdrang in mehreren kurzen Spielsequenzen nachgehen. Alle eigneten sich perfekt dafür, im Unterricht für kurze Bewegungsphasen zu sorgen.
Für die längeren Workshops hatten sich die Teilnehmenden zuvor bereits Gruppen zugeordnet. Der Workshop „Aktiv und Clever“ zeigte, dass Bewegungstraining die Denkleistung verbessert, zu Kreativität anregt und hilft, gezielt spontane Entscheidungen treffen zu können. Das Reaktionsvermögen wird gesteigert und die Merkfähigkeit gefördert. So werden Lernleistungen bei Kindern und Jugendlichen verbessert. Auf- und Umbauprozesse im Gehirn werden unterstützt. In der praxisnahen Fortbildung wurden Übungen, Spiele und Methoden zum Lernen mit Bewegung vorgestellt, die im Unterricht im Klassenraum, in Projekten oder auf Klassenfahrten integriert werden können und überall und unmittelbar einsetzbar sind.
Unter dem Titel „Der Raum als Dritter Pädagoge“ wurden die Anforderungen, die heutzutage an Schulen gestellt werden, diskutiert. Besonders aufgrund einer immer längeren Aufenthaltsdauer der Lernenden müssen sich Schulen vom Lern- zum Lebensraum wandeln, der ganztags und variabel genutzt werden kann und die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie die der Lehrer berücksichtigt. Der Workshop thematisierte die gegenwärtig geforderte Lernkultur und untersuchte Konsequenzen für die Räume, in denen gelehrt und gelernt wird – für ihre Struktur, für ihre Gestaltung und ihre Ausstattung.
Im Workshop „Einstieg für Lehrkräfte in ChatGPT“ erfuhren die Teilnehmenden mehr über die Funktionsweise und den aktuellen Stand von Text-KIs. Gleichzeitig erkundeten und diskutieren sie mögliche Bedenken, darunter Datenschutzaspekte und potenzielle Fehlerquellen. Des Weiteren erhielten Sie einen Überblick über eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, die ihren Unterricht bereichern und erleichtern können. Anhand konkreter Beispiele aus der Unterrichtspraxis wurden die Chancen und Herausforderungen generativer KIs in der Bildung beleuchtet.
Einen ähnlichen Fokus setzte der Workshop „Lernen mit, trotz und über KI“. Hier ging es darum, wie Lernende sinnvoll und kreativ an den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schule herangeführt werden können.
Und noch ein Workshop beschäftigte sich mit der Digitalisierung der Schule: „Fobizz“. Hier konnten die Lehrkräfte in die Welt von „fobizz" eintauchen und selbst entdecken, welche Möglichkeiten für Unterrichtsmaterial, KI-Tools und Lehrerfortbildungen es gibt. Ganz nach dem Motto „learning by doing"!
Der Titel „Deeper Learning“ nach Anne Sliwka bezeichnet einen vertieften Lernprozess, der durch innovative Lehrmethoden gefördert wird. Im Zentrum dieses Ansatzes steht die aktive Beteiligung der Lernenden, die dazu ermutigt werden, individuelle Lernwege in der Wissensaneignung und Kompetenzentwicklung zu verfolgen. Nach einer theoretischen Einführung mit Best-Practice-Beispielen aus dem Unterricht wurden im Workshop praxisorientiert gearbeitet und eigene Unterrichtseinheiten entwickelt.
Einen ganz praktischen Ansatz hatte der Workshop „Handwerk in Bewegung“. Im Rahmen des Workshops gab es Raum für Erfahrungsaustausch über den Wandel im Handwerk, praktisches Ausprobieren und Ideen für Werkstätten und Unterricht. Das praktische Ausprobieren unter fachlicher Anleitung stand dabei im Fokus. Die Warnung, keine guten Klamotten für diesen Workshop anzuziehen, war daher berechtigt.
Unter dem Titel „Bewegung und Regeneration“ lernten die Lehrkräfte in einem anderen Workshop kurze alltagspraktische Übungen zur Lockerung sowie zum Aufbau der Muskulatur kennen, die sich zuhause sowie in Pausen am Arbeitsplatz einfach umsetzen lassen. An den Bewegungsworkshop schloss sich ein Kurz-Workshop zu Regeneration an, in dem es um Erholung, Pausengestaltung und um das Thema gesunder Schlaf ging.
Die Erwartungen an Lehrkräfte gehen heute weit über die fachliche Expertise hinaus: Schülerinnen und Schüler suchen Unterstützung, Orientierung und Wegbegleitung – nicht nur in ihrem Lernfortschritt. Um als Lehrkraft auf diese Bedürfnisse und Anforderungen adäquat reagieren zu können, sind einerseits eine systemische Haltung und andererseits die Kenntnis von Beratungsstrategien und -techniken hilfreich und wertvoll. Deshalb ging es in dem Workshop „Coachingkompetenz für Lehrkräfte“ darum, einen ersten Einblick in die Grundlagen des systemischen Coachings zu erhalten.
Am Ende des sehr vollgepackten Tages hatte jede Lehrkraft zwei Workshops durchlaufen. Kaffee und Kuchen belohnten die fleißigen Lernenden. Alle waren sich einig: das Vorbereitungsteam, bestehend aus Adriane Arnold, Marlene Graw, Sophie Höck, Ralf Valentin und Birgit Vollmar, hat einen Super-Job gemacht.
(Vaupel)
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Pädagogischer Tag 2025 (DO, 26. Juni 2025)



























