Nachhaltigkeitswoche 2026: Biologielaboranten erkunden Wald und Naturschutz rund um Marburg

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Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche 2026 unternahm die Klasse 10 BIO (1. Ausbildungsjahr der Biologielaboranten) der Adolf-Reichwein-Schule Marburg am 08. Juni 2026 eine abwechslungsreiche Exkursion in das Waldgebiet „Eselsgrund“ bei Cappel. Begleitet wurde die Klasse von ihrem Lehrer Herrn Schmidt sowie von Förster Florian Zilm vom Forstamt in Kirchhain, der die Schülerinnen und Schüler durch einen spannenden Tag zwischen Ökologie, Forstwirtschaft und Naturschutz führte.
Bereits zu Beginn wurde deutlich, wie eng die Zusammenhänge in der Natur miteinander verknüpft sind. Ausgehend von der überraschenden Frage, was Kojoten in Nordamerika mit der Forellenpopulation zu tun haben, diskutierte die Gruppe ökologische Wechselwirkungen und die Bedeutung funktionierender Ökosysteme. Anschließend stand die Bestimmung heimischer Baumarten auf dem Programm. Anhand charakteristischer Merkmale lernten die Auszubildenden verschiedene Baumarten sicher zu erkennen und ihre Bedeutung für den Wald einzuschätzen.
Wie schwierig der Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sein kann, erfuhren die Schülerinnen und Schüler anschließend beim Spiel „Una Sylva“. Spielerisch wurde deutlich, welche Entscheidungen bei der Bewirtschaftung eines Waldes getroffen werden müssen und wie wichtig langfristiges Denken für kommende Generationen ist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Vergleich verschiedener Lebensräume. An den Standorten Gewässer, Wiese und Wald untersuchten die angehenden Biologielaboranten Umweltfaktoren und führten eigene Analysen durch. Dabei bestimmten sie unter anderem den pH-Wert des Bodens sowie die Konzentrationen von Nitrat und Ammonium und verglichen die Ergebnisse der unterschiedlichen Lebensräume miteinander.
Besonders eindrucksvoll wurde es beim Thema Photosynthese und Wassertransport in Bäumen. Mit einem Stethoskop konnten die Schülerinnen und Schüler das sogenannte „Baumrauschen“ hören – die Geräusche des Wassertransports im Inneren eines lebenden Baumes. Ein ungewöhnliches Naturerlebnis, das die biologischen Prozesse im Wald auf faszinierende Weise hörbar machte.
Den Abschluss der Exkursion bildete eine Wanderung zum Frauenberg. Dort standen die Bedeutung von Naturschutzgebieten und die artenreichen Magerrasenflächen im Mittelpunkt. Nach den fachlichen Inhalten blieb auch Zeit für einen kulturellen Höhepunkt: den Besuch der Burgruine Frauenberg. Bei bestem Ausblick auf Marburg, die Amöneburg und weite Teile Mittelhessens konnten die Teilnehmenden die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren lassen.

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