IKK-Impuls-Training „Miteinander statt gegeneinander“
(in den Berufsschulklassen des 1. Ausbildungsjahres)
Am Freitag, den 15. Mai 2009, fand in der Adolf-Reichwein-Schule ein Workshop zum Thema „Miteinander statt gegeneinander“ unter der Leitung von Frau Anne Wilmers, einer Mediatorin und freien Mitarbeiterin der IKK Baden-Württemberg und Hessen statt.
Die Innungskrankenkasse Baden-Württemberg und Hessen fragt sich seit längerem, warum viele Arbeitnehmer so oft krank werden. Es stellte sich heraus, dass vieles mit der Psyche und Stress am Arbeitsplatz, wie Z.B. auch Mobbing zu tun hat. Um diesem evtl. frühzeitig vorzubeugen, dachte sich die IKK etwas dagegen zu unternehmen. Und so kam Frau Wilmers mit ins Spiel. Frau Wilmers arbeitete früher als Drogenberaterin und hat dadurch schon Erfahrungen mit Konflikten machen können. Nach mehreren Lehrgängen und Seminaren wurde sie dann zur Mediatorin und zur freien Mitarbeiterin der IKK Baden-Württemberg und Hessen.
Am Anfang des Workshops haben alle in der Klasse ihre Probleme und Konflikte, die sie in ihren Betrieben haben geschildert. Wir haben erörtert, welche Faktoren zu einem Konflikt führen können und wie man sie verhindern kann. Dies zeigte Frau Wilmers uns mit dem„Eisberg-Modell“. Wir führten dazu eine Übung durch, die zeigte, dass man nur gemeinsam diese Übung bewältigen kann. Die Übung bestand darin, dass zehn Schüler mit jeweils einem Finger eine Stange auf den Boden legen sollten. Danach erarbeiteten wir die Kriterien, die für Teamarbeit wichtig sind. Außerdem haben wir besprochen, dass Missverständnisse auch zu Konflikten führen können. Missverständnisse entstehen, indem der Sender etwas sagt und der Empfänger es ganz falsch versteht. Wir hatten die Aussage „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ mit dem vier-ohrigen Empfänger und dem Sender, der seine Aussage auf vier verschiedene Arten meinen könnte, bearbeitet und festgestellt, dass man eine Aussage erst einmal überdenken sollte, bevor man sich gleich angegriffen oser gekränkt fühlt.
Am Ende des Workshops musste die Klasse wieder ihre Teamfähigkeit und Kreativität unter Beweis stellen. Wir mussten einen Ball in derselben Reihenfolge werfen, wie sir sie vorher festgelegt hatten. Dann mussten wir überlegen, wie wir den Ball schnellstmöglich in der festgelegten Reihenfolge durch die Runde bringen.
Der Workshop war sehr aufschlussreich und interessant. Es war interessant zu erfahren, dass es in fast allen Betrieben Konflikte gibt, was jedoch sehr traurig ist. Aber ich denke nicht, dass wir als Auszubildende Konflikte in einem Betrieb lösen können. Dieser Workshop könnte uns jedoch in der Zukunft helfen, als Geselle, Meister oder Selbstständiger verständnisvoller mit den Mitarbeitern und Auszubildenden umzugehen.
Es wäre sinnvoll, dieses Thema in einem zweiten Workshop noch einmal aufzugreifen und zu vertiefen.