Der Widerspruch zwischen alpinem Skibetrieb und Umweltschutz (Massentourismus, Klimaveränderungen, Energieverschwendung, CO2–Ausstoß, Zerstörung alpiner Vegetation) ist für die SchülerInnen immer auch Thema bei dieser Schulfahrt, wurde aber in diesem Jahr deutlicher als je zuvor.
Aus sportlicher, skifahrerischer Perspektive waren die Bedingungen sehr gut. Die Schneekanonen mit ihrer Produktion eisiger, gefährlicher Pisten unterscheiden sich grundlegend von den dortigen Beschneiungsanlagen: hier wird bei unter -8˚ C Schnee erzeugt, der im Aufbau und Fahrverhalten Neuschnee gleichkommt. Von daher war die Durchführung der Skikurse ohne verstärkte Bedenken wegen Verletzungsgefahren problemlos möglich. In diesen Kursen steht ohnehin immer der technische Lernfortschritt im Mittelpunkt und damit eine Vermeidung unkontrollierten Rasens, kurz: Technik statt Tempo.
Es waren 10 erfahrene Skilehrer der ARS vor Ort, so dass die Gruppen nicht größer waren als jeweils etwa 10 SchülerInnen. Es gab auch eine Snowboard-Gruppe (Fortgeschrittene), die durch einen qualifizierten Sportstudenten betreut wurde.
Viele SchülerInnen konnten bereits sehr gut fahren und haben dies dort auch ausgiebig tun können. Die beste Gruppe hat sich sogar mit dem Thema befasst, wie man selbst „Ski fahren“ unterrichtet und was man hierfür alles lernen muss. Auch die Fitness kam nicht zu kurz: Technik statt Tempo kann auch bedeuten ohne Pause Pisten wie die nach Hollerbach (Mittersill) in einem Zug zu bewältigen, ca. 800 Höhenmeter.
Die Anfänger haben sehr gute Fortschritte gemacht, man kann allgemein sagen, dass sie nach der Woche auch die steileren roten Pisten gut fahren konnten und dies mit Spaß getan haben. Bereits am zweiten Tag haben fast alle den Sessellift vom Paß Thurn zur Resterhöhe ( 2000m) benutzt und den phantastischen Ausblick in das Mittersiller Tal und auf die Alpenkette im Süden genossen. Überhaupt haben alle sehr viel Spaß gehabt, gerade auch die Anfänger, die vor dieser Skifahrt nicht so recht wussten, auf was sie sich da eingelassen haben. Die Fahrt wird für alle als ein Highlight ihrer Schullaufbahn in Erinnerung bleiben – nicht nur die gemeinsame sportliche Betätigung sondern auch die gemeinsamen Erlebnisse beim Après-Ski, in den Kaffee- und Musikkneipen.
Das Abendprogramm schloss theoretische Bereiche wie Pistenregeln, Skitechnik und Umweltfragen ein. Es wurden auch jeden Abend die digitalen Videoaufnahmen des Tages gezeigt, wobei die Fortschritte für alle deutlich wurden, gerade aber Schwächen und Stürze viel gemeinsame Belustigung hervorriefen. Die Informationstechnischen Assistenten (ITA) sind in der digitalen Aufbereitung Spezialisten und haben in Vorjahren hierfür auch Preise gewonnen.
Eine Fahrt mit sportlichem Schwerpunkt hat einen besonders hohen sozialen Anspruch. Die SchülerInnen sind 24 Stunden lang zusammen und gemeinsam aktiv. Selbsterkenntnis, Toleranz, soziales Lernen sind nur ein paar Aspekte der Vielfalt dieses miteinander Lernens. Die SchülerInnen wachsen hier noch stärker zusammen als bei einer normalen Studienfahrt, lernen sich selbst besser einzuschätzen (in sportlicher und sozialer Hinsicht) und einander und die Lehrer besser kennen.
Diese Fahrt hat einen besonderen Stellenwert an der ARS. Die Skifahrt wird jedes Jahr in der BG 12 durchgeführt und bei entsprechendem Schülerinteresse auch in anderen Vollzeitformen wie z.B. der Fachoberschule.
Ein schulisches Highlight für jeden Schüler!!!